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Der Businessplan als Arbeitsdokument: Aufbau in fünf Teilen

Viele Businesspläne werden für eine Bank geschrieben und danach nicht mehr geöffnet. Das ist schade, denn ein Plan, der in fünf Teilen sauber aufgebaut ist, taugt als Arbeitsdokument für das ganze erste Jahr. Hier ist der Aufbau, mit dem wir in der Businessplan-Struktur arbeiten, und warum die Reihenfolge zählt.

1. Angebot

Was genau verkaufen Sie, an wen und zu welchem Preis? Dieser Teil ist kurz, aber er bestimmt alles Weitere. Wer hier «Dienstleistungen rund um Haus und Garten» schreibt, bekommt im Finanzteil keine brauchbare Umsatzzeile. Wer «Gartenpflege im Abonnement für Einfamilienhäuser in der Agglomeration Luzern, drei Stufen zu CHF 180.–, 260.– und 340.– pro Monat» schreibt, kann rechnen.

2. Kundschaft

Wer kauft, warum und wie oft? Beschreiben Sie zwei oder drei typische Kundinnen so konkret, dass Sie sich das Gespräch mit ihnen vorstellen können. Woher wissen sie von Ihnen, was muss stimmen, damit sie wiederkommen? Dieser Teil liefert später die Annahmen für die Anzahl Aufträge im Finanzteil.

3. Markt

Wer bietet Ähnliches an, in Ihrer Region und online, und was unterscheidet Sie? Hier reicht eine ehrliche Liste von fünf bis zehn Anbietern mit Preis und Schwerpunkt. Grosse Marktstudien braucht eine kleine Firma nicht; eine Vorstellung davon, warum jemand bei Ihnen statt beim Nachbarn kauft, dagegen schon.

4. Organisation

Wer macht was, mit welchen Mitteln, in welcher Rechtsform? Dazu gehören Räume, Fahrzeuge, Software, Versicherungen, die Treuhandstelle und die Frage, wann eine erste Anstellung sinnvoll wird. Dieser Teil erzeugt die Kostenzeilen des Finanzteils, deshalb sollte er vollständig sein, auch bei kleinen Beträgen.

5. Finanzen

Erst jetzt kommt die Rechnung, und zwar aus den vier Teilen davor: Umsatz aus Angebot und Kundschaft, Kosten aus Organisation, Investitionen aus dem Start. Die Finanzvorlage führt einen Dreijahresplan und ein Monatsbudget für das erste Jahr mit einer Liquiditätszeile. Wer den Finanzteil zuerst schreibt, erfindet Zahlen; wer ihn zuletzt schreibt, leitet sie ab.

Wie der Plan ein Arbeitsdokument bleibt

Legen Sie Prüftermine fest, etwa nach drei, sechs und zwölf Monaten, und vergleichen Sie an jedem Termin die Annahmen mit dem, was eingetreten ist. Nicht der Plan ist falsch, wenn die Zahlen abweichen; er zeigt, wo die Annahme nicht stimmte. In den drei Sitzungen der Businessplan-Struktur entsteht der Text in Ihrer Sprache; wir liefern das Gerüst, lesen jeden Entwurf und schicken schriftliche Kommentare zurück.

Stapel gedruckter Diagramme und Berichte, mit Büroklammern zusammengehalten, auf einem Holzschreibtisch.

Was Sie zur ersten Sitzung mitbringen

  • Eine Seite zu Ihrem Angebot in eigenen Worten, auch wenn sie noch unfertig ist
  • Preise, die Sie sich vorstellen, und wie Sie darauf gekommen sind
  • Eine Liste der Anbieter, die Sie als Mitbewerber sehen
  • Bekannte Fixkosten: Miete, Fahrzeug, Software, Versicherungen
  • Das Kapital, das Ihnen zum Start zur Verfügung steht
  • Offene Fragen, die Ihnen beim Schreiben begegnet sind

Wie wir gleichbleibend arbeiten

Jeder Businessplan entsteht entlang desselben Gerüsts mit denselben Leitfragen pro Teil. Die Finanzvorlage ist für alle gleich aufgebaut, damit Dreijahresplan, Monatsbudget und Liquiditätszeile zusammenpassen. Zu jedem Entwurf schreiben wir Kommentare am Rand und schicken sie vor der nächsten Sitzung zurück; so bleibt nachvollziehbar, was sich zwischen den Fassungen geändert hat.

Das Verfahren sichert die Vollständigkeit des Dokuments. Ob die Annahmen eintreffen, hängt von Ihrem Markt und Ihren Entscheiden ab; darüber machen wir keine Aussage. Die abschliessende Durchsicht prüft Aufbau, Rechenwege und ob die fünf Teile zueinander passen.

Kurz beantwortet

Wie beginnt die Zusammenarbeit?

Mit dem Formular auf der Startseite oder einem Anruf. Wir melden uns am nächsten Arbeitstag mit zwei Terminvorschlägen.

Wie wird abgerechnet?

Pro Format nach Abschluss der Sitzungen, das Sparring pro Sitzung. Die Rechnung kommt per E-Mail mit 20 Tagen Zahlungsfrist.

Kann ein Termin verschoben werden?

Ja. Bis zwei Arbeitstage vorher ohne Kosten, danach wird die Sitzung zur Hälfte berechnet. Einzelheiten stehen in den AGB.

Begriffe aus diesem Beitrag

Mehrwertsteuer (MWST)
Anmeldepflichtig ab CHF 100'000.– steuerbarem Jahresumsatz; darunter ist eine freiwillige Unterstellung möglich.
Stammkapital
Mindesteinlage einer GmbH: CHF 20'000.–. Bei der AG beträgt das Aktienkapital mindestens CHF 100'000.–, davon die Hälfte einbezahlt.
Meilenstein
Ein datierter Punkt im Plan, an dem geprüft wird, ob ein Schritt erreicht ist. Bei uns sitzt jeder Meilenstein an einer Kerbe der Skala.
Liquiditätsplan
Monatliche Gegenüberstellung der erwarteten Ein- und Auszahlungen. Teil des Finanzteils im Businessplan-Gerüst.

Businessplan-Sitzungen in Luzern

Die drei Sitzungen finden an der Weggisgasse 1, 6004 in Luzern oder per Video statt, in der Regel im Abstand von ein bis zwei Wochen. Gründende aus Zug, Schwyz, Nidwalden, Obwalden und Uri kombinieren oft einen Termin vor Ort mit zwei per Video; Gerüst und Kommentare sind dieselben.

Format

Businessplan-Struktur, drei Sitzungen, Preis und Umfang auf der Leistungsseite.

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